Oberesslingen bis Heidelberg auf dem Neckar

Am 11.August trafen sich die 11 Teilnehmer vom VFSR, Saffo, Brabu und Phönix, um Richtung Stuttgart aufzubrechen. Ziel der Wanderfahrt war der Neckar, der von Esslingen bis Heidelberg auf 175 km berudert werden sollte. Nach den üblichen kleinen „Vergesserlies“ ging es fast pünktlich vom Phönix los auf die Piste. Selbst der liebe Autobahngott war uns gnädig und ließ uns fast ohne nennenswerte Behinderungen durchrauschen.

Nach 7 Std. Fahrt kamen wir erwartungsvoll in unserem ersten Hotel in Stuttgart an. Ein gemütliches kleines Haus, dass den Charme der 80er versprühte. Es ging zum Abendessen zu einem Griechen in unmittelbarer Nähe des Hotels. Nach der langen Fahrt und einem guten Essen sehnten sich alle nach ihrem Bett. Nur noch schlaaaafen……….Das Zimmer von Eva und Dagmar war der Jackpot. Eva’s Bett hat schlapp gemacht….Zusammengebrochen. Gute Nacht noch!



Zwischenüberschrift - h3

Oberesslingen bis Heidelberg auf dem Neckar

Von Marianne

 

Am 11.August trafen sich die 11 Teilnehmer vom VFSR, Saffo, Brabu und Phönix, um Richtung Stuttgart aufzubrechen. Ziel der Wanderfahrt war der Neckar, der von Esslingen bis Heidelberg auf 175 km berudert werden sollte. Nach den üblichen kleinen „Vergesserlies“ ging es fast pünktlich vom Phönix los auf die Piste. Selbst der liebe Autobahngott war uns gnädig und ließ uns fast ohne nennenswerte Behinderungen durchrauschen.

Nach 7 Std. Fahrt kamen wir erwartungsvoll in unserem ersten Hotel in Stuttgart an. Ein gemütliches kleines Haus, dass den Charme der 80er versprühte. Es ging zum Abendessen zu einem Griechen in unmittelbarer Nähe des Hotels. Nach der langen Fahrt und einem guten Essen sehnten sich alle nach ihrem Bett. Nur noch schlaaaafen……….Das Zimmer von Eva und Dagmar war der Jackpot. Eva’s Bett hat schlapp gemacht….Zusammengebrochen. Gute Nacht noch!

 

Am Sonntag wurde aufgeriggert und es ging endlich los auf dem Neckar. Die Sonne brannte und nach 400 Metern die erste Pause vor der Schleuse. Ein Anruf beim Schleusen-Wärter und es heißt warten, in 30 Min. werden wir geschleust. Hitze, Sonne, warten.

40 Min. Hitze, Sonne, warten.

50 Min. Hitze, Sonne, warten.

60 Min. Hitze, Sonne, warten.

Es stellte sich Ungeduld ein und nach einem nochmaligen Anruf beim Schleusen-Wärter stellte sich heraus, dass wir die falsche Schleuse angegeben hatten, nochmals warten und dann ging es endlich los mit dem ersten Sonnenbrand nach fast 2 Std warten. Neckartourstart mit Hindernissen……

 

Die ersten 16,5 Km dauerten also doch etwas länger und wir haben bei Kaiserwetter und 4 Schleusen unser erstes Etappenziel erreicht.

Der Fluss wurde Anfang des 20.Jh. für die Groß-Schifffahrt ausgebaut. Von Plochingen bis zur Mündung wurden die letzten freifließenden Abschnitte für die Stromgewinnung und den Hochwasserschutz eingeschleust. Frühere landwirtschaftliche Flächen wurden für Industrie und Verkehrswege benötigt. Im Neckartal donnern also Züge und Autos für die dortige Infrastruktur entlang. Klingt erstmal unromantisch, aber parallel zum Neckar verläuft auf fast 100 km von Mannheim über Eberbach bis Heilbronn die deutsche Burgenstraße. Entsprechend abwechslungsreich die Landschaft. Wir haben vom Atomkraftwerk über Müllverbrennungsanlagen und schier endlosen Industriegebieten auch eine wildromantische Natur erleben können.

 

Die nächste Übernachtung führt uns ins Hotel Mühlenscheuer in Steinheim. Ein altes Fachwerkhaus, das liebevoll zum Gästehaus umgebaut wurde. Der Charme dieses alten Gemäuers, mit zauberhaften Nippes und moderner Einrichtung zu kombinieren, sucht seines gleichen. Jedes Zimmer anders gestaltet, von antiken Möbeln bis zu modernen Bädern. Das Richtige für Wanderruderer, die abends nach einer Neckartour noch gemütlich auf der Terrasse zusammensitzen wollen.

 

Nach diesem wundervollen Örtchen ging es weiter Richtung Bad Wimpfen und unterwegs hat uns Suzanna wieder gut verpflegt. Immer etwas aufgeregt hat sie die besten Plätze gefunden, an denen wir anlegen konnten. Ein echter Landdienstprofi. Danke nochmal!

 

In Bad Wimpfen erwartete uns ein besonderes Highlight. Übernachtung im Kloster. Nach der Tür in der hypermodernen Rezeption war nach einer weiteren Pforte der Eingang zum Kreuzgang des Klosters. Welch eine Zeitreise! In einer Sekunde von der heutigen Zeit ins Mittelalter!

Hervorzuheben ist die leckere Küche im Kloster, abends reichhaltig, morgens haben die Männer etwas ungläubig am Büffet gestanden………Große Augen…..

Nur Marmelade und Käse. Na ja Freitag halt………..Es haben aber alle überlebt.

 

Nach dem unglücklichen Start sind wir jetzt Schleusen-Profis, wir rufen rechtzeitig an und wenn nicht ein Berufsschiffer uns warten lässt, klappt die Schleuserei auch ganz reibungslos. Mittlerweile geht die Industrielandschaft auf in ein traumhaftes Grün mit Schleifen im Fluss, auf dem in jeder Kurve eine Burg von vergangenen Zeiten erzählt und man noch glaubt, einem alten Ritter zu spüren. Leider lässt die Träumerei wieder nach, wenn der Regio vorbei rattert. Die Burgen, Fachwerkstädtchen und Weinberge sind jetzt hier das prägende Landschaftsbild. Extreme Steillagen lassen die Württemberger Weine mit dem Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger Weinen hier hervorragend gedeihen.

 

Nach 7 Rudertagen haben wir nach vielen Schleusen (24) Heidelberg erreicht. Fast etwas Großstadt-Flair. Am Anleger vom Ruderclub saßen bei schönstem Wetter dutzende Studenten am Steg und waren fast erzürnt, dass wir anlegen und sie aufstehen mussten! Abriggern und verladen unserer Boote fand mitten in einer Studentenparty statt. Unseren letzten gemeinsamen Abend haben wir dann auf der Terrasse in der Gastronomie des Heidelberger Ruderclubs verbracht. Lauer Sommerabend, müde Knochen, aber einen unvergesslichen Blick auf Heidelberg.

Erwähnenswert wäre dort noch die Bootshalle, die aussah wie ein OP in der Charité! Wir mussten dort durchgehen und Schuhe ausziehen war schon eine Überlegung……..Alles picobello gewienert. Kann man sich dort ne Scheibe abschneiden?

 

Ausgeschlafen sollte es Sonntag zurück Richtung Phönix gehen, aber wir haben doch noch vorher eine Turbostadtbesichtigung von Heidelberg unternommen. In 2,5 Std. haben wir mal schnell den Kaiserstuhl mit der Seilbahn befahren, einen super Ausblick genossen, Schloss und Altstadt besucht! (Parkplatzsuche inklusive). Wehmütig mussten wir aber doch mal Richtung Heimat los.

 

Und die Moral von der Geschichte?

Wenn Ihr den Neckar rudern wollt:

Müsst Ihr:

  • Christian als Fahrtenleiter engagieren (bester Organisator of the World)
  • Suzanna als beste aufgeregte Landdienstfrau engagieren. (Phönix)
  • Jürgen als Ruhepolpendant mitnehmen (Phönix)
  • Eva als beste Bettzusammenbrecherin und Schleusen Wärterbezirzerin buchen (Brabu)
  • Dagmar als Urgestein mit 100 Jahren Ruderwissen buchen (Saffo)
  • Holger als Bastelkanditat für alle Lebenslagen und Biervernichter…Wegen dem Ballast (Phönix) mitnehmen
  • Ebi, der soviel Unsinn quatscht, rudert wie ein Berserker und die ganze Truppe zum Lachen bringt (VFSR) unbedingt dabeihaben
  • Reiner, als ruhigen Einzelgänger, der mal seine Qualitäten als Ausbilder und Ruderwart an Marianne weitergibt (DÀAAAAAAANKE) (Phönizier) herausfordern
  • Philipp, der immer in jeder Lebenslage den klaren Kopf behält als Sicherheitsmaker einplanen (VFSR)
  • Christoph als Ruhepol (VFSR) und
  • Klaus als Durchzieher (VFSR) mitrudern lassen!

 

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